Geschieht mir ja irgendwie recht, von dem Stöckchen, das ich selbst weiter geworfen habe, wieder getroffen zu werden. Nun ja. Liron hat mich für den Liebster Award nominiert, so here we go:

Die Regeln

  • Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
  • Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger_innen/Podcaster_innen.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen zusammen.
  • Informiere deine nominierten Blogger_innen/Podcaster_innen.

Die Fragen

  1. If you were born in Europe of the middle ages, what kind of profession would you adopt? / Wenn du im mittelalterlichen Europa geboren worden wärest, welchen Beruf würdest du ausüben?

    Wenn ich freie Wahl hätte, würde ich natürlich »Renaissance Man« sein wollen und mich als Wissenschaftler-Philosoph betätigen. Aber realistischer wäre wohl was bodenständiges, solides, zum Beispiel Schmied.

  2. If you would be offered a new life on a deserted island with 20 people of your choosing and no way to contact the rest of civilisation, would you accept? / Wenn du ein neues Leben auf einer einsamen Insel mit 20 Menschen deiner Wahl und ohne Kontakt zum Rest der Welt anfangen könntest, würdest du es tun?

    Wenn mir Konsens egal wäre, ja, vermutlich ohne großes Zögern. Aber wer fragt die 20 Leute, ob die das auch wollen? Besser, 20 meiner Freunde und ich werden reich genug, um uns einfach eine Insel kaufen zu können oder so.

  3. What does your daily rhythm look like when you perform and feel your best? / Wie sieht dein Tagesrhythmus aus, wann bist du am leistungsfähigsten und wann fühlst du dich am besten?

    Ganz unterschiedlich. Früher war ich eher abend- und nachtaktiv, was aber auch daran lag, dass da alle spannenden Sachen im Internet passierten. Seit ein paar Jahren stehe ich gerne früh auf und mache lange Tage. Meistens reichen mir sieben Stunden Schlaf, und alles was darüber hinaus geht, macht mich nur matschiger. Am leistungsfähigsten bin ich aber trotzdem meistens am späten Nachmittag bis Abend, weil da weniger Ablenkungen passieren.

  4. What is your favorite dish or type of dish to cook, and why? / Welches Gericht oder welche Art Gericht kochst du am liebsten, und weshalb?

    Am allerliebsten ohne Zweifel Steak – weshalb, sollte klar sein, wenn man mich ein bisschen kennt. Leider habe ich momentan nicht die beste Ausrüstung dafür, insbesondere wird mein Herd nicht heiß genug, um Fleisch ordentlich scharf anzubraten. Daher koche ich dann mein vermutlich zweitliebstes Gericht, Shakshouka: Es ist recht schnell und einfach zuzubereiten, aber unglaublich lecker, und man kann es in großen Mengen machen und dann noch tagelang davon essen. Außerdem ist es sehr variabel – schon die Grundlage kann man in verschiedener Weise zubereiten, und dann hat man beinah vollständig freie Hand, ob und womit man es verfeinert. All-around winner here.

  5. Which historical figure would you have liked to have met, and why? / Welche geschichtliche Figur hättest du gerne getroffen, und weshalb?

    Darüber hab ich noch nie nachgedacht. Ich schätze, Martin Luther King oder Siddharta Gautama oder so. Oder vielleicht einen der Rennaissance Men. Wahrscheinlich die langweiligste Antwort ever, hm?

  6. Do you collect anything? If so, what? / Sammelst du etwas? Falls ja, was?

    Physische Dinge sammeln sich zwar bei mir an und ich muss regelmäßig mit der großen Harke durchgehen und Dinge zum Wegwerfen aussortieren, aber absichtlich sammeln tue ich nichts, außer interessanten Fakten…

  7. What do you think is the single biggest obstacle to the cultural, social an technological development of humankind in the current age? / Was hältst du für das größte Hindernis für die kulturelle, soziale und technologische Entwicklung der Menschheit in diesem Zeitalter?

    Kategoriendenken und Wettbewerb. Jegliche Form von »Wir-gegen-die« sowie die Voraussetzung, damit überhaupt solche Konzepte wie »wir« und »die« (anderen) entstehen.

  8. How do you think people will be consuming media (news, entertainment) in 20 years? / Wie, glaubst du, werden Menschen in 20 Jahren Medien (Nachrichten, Unterhaltung) konsumieren?

    Ich hoffe dass »Nachrichten« wie sie in den letzten paar Jahrzehnten produziert und konsumiert wurden, bald den Weg alles Irdischen gehen, und die meisten Unterhaltungsformate finde ich ebenso unnötig und uninteressant. Von daher, naja. Ich hoffe da ein bisschen auf die Zukunft, die Machinae Supremacy besingen, wo alle ihre eigene Öffentlichkeit sind, aber dann hat man wieder das Kurationsproblem. Außerdem konvergieren die Inhalte auf den Plattformen wie YouTube & Co. ja häufig in die Richtung »Wir beobachten anderer Leute Leben«, und während ich das nicht per se schlecht finde, sehe ich dennoch einen gewissen Bedarf an gesellschaftlicher/politischer/sozialer Bildung in den Medien.
    Aber um die Frage zu beantworten: Von freundlicher AI nur für uns kuratierte Individualfeeds, die direkt in unsere Smartwatches oder unser Hirn-Interface gepusht werden. Sponsored by $corporate. Brave new world.

  9. What is more important to you in social situations – to be liked, or to be respected? / Was ist dir in sozialen Situationen wichtiger – gemocht zu werden oder respektiert zu werden?

    Respekt ist mir wichtiger. Um gemocht zu werden, muss man sich zu oft verstellen, und ich bin mir – meistens – selbstsicher genug, dass mir das den Trade-off nicht wert ist.

  10. What is the biggest fear you have conquered as an adult? / Was ist die größte Angst, die du als Erwachsener überwunden hast?

    Die Angst vor Nadeln. Ich weiß nicht mal genau, wo die herkam, vermute aber zwei eher als Metzger praktizierende Ärzte ohne jegliche Empathie oder Interesse am Patienten, die mich in meiner Kindheit bzw. frühen Jugend abgeschreckt haben. Sie zu haben war jedenfalls extrem unpraktisch, weil man erstens sowieso schon ab und an Spritzen bekommt oder sich Blut abnehmen lassen muss, und weil sich das im Kontext von Poly und Kink gerne potenziert: Regelmäßige STI-Vorsorge, Nadelspiele, what have you. Instrumental (haha) bei der Überwindung waren Ärzt*innen und Arzthelfer*innen, denen ihre Patienten nicht egal waren, kombiniert mit dem Willen, nicht wegzuschauen. Jetzt komme ich ganz gut mit Nadeln klar, und auch mein Kreislauf bricht danach nicht mehr weg.

  11. Chocolate, vanilla or cookie dough? / Schokolade, Vanille, oder Cookie Dough?

    Vielleicht die schwierigste Frage, aber ich denke, Schokolade gewinnt. Knapp.

Die Nominierungen

  1. Susanne / putpixel
  2. Katharin / secondthought
  3. Jenna / i say shotgun
  4. Gerlinde / feenzeit
  5. Lilly / Kuchenkram

Meine Fragen

  1. Wie konsumierst du Nachrichten, Unterhaltung, Information, etc.?
  2. Singst du manchmal vor dich her, auch wenn jemand dich hören könnte?
  3. Mit welcher realen, historischen, oder fiktiven Person würdest du gerne zu Abend essen?
  4. Relatiert: Wie sieht deine perfekte Mahlzeit aus?
  5. Wann hast du zuletzt geweint und warum?
  6. Wie sähe dein Leben aus, wenn du dir um deine Grundsicherung (Wohnung, Nahrung, …) keine Sorgen machen müsstest (z.B. dank BGE)?
  7. Wenn du eine Sache an unserem politischen System ändern könntest, was wäre das?
  8. Bist du eher ein Tag- oder Nachtmensch?
  9. Wie gehst du mit Stress um?
  10. Welches war dein bestes Konzert jemals?
  11. HG.ichT – Kunst oder was?

Und jetzt ab dafür.