Schoko-Karamell-Tarte

Grundlage war dieses Rezept, das ich aus dem Italienischen übertragen habe. Protipp für die Zukunft: Bei Pinterest immer auch gleich durchklicken, dann steht man nicht verdattert im Laden und versucht sich an sein Italienisch zu erinnern. Nun denn.

Zutaten

Für den Teig
  • 350g Mehl
  • 
50g Kakaopulver
  • 
1 Ei
  • 
200g Streuzucker
  • 
200g Butter (ungesalzen)
Für das Karamell
  • 100g Zucker
  • 
250ml Sahne
  • 
40g Butter (je nach Vorliebe gesalzen oder ungesalzen)
Für die Glasur
  • 150-200g dunkle Schokolade
 oder Kouvertüre
  • ggf. etwas Butter (um die Schokolade flüssiger zu machen)
  • Fleur de Sel (optional)

Zubereitung

Gesamte Zubereitungszeit: 2–3 Stunden; davon aktiv: ~15 Minuten.

Wichtig: den Teig nicht zu lange kneten, sonst bricht er beim Backen auf!

Die Butter entweder zimmerwarm werden lassen oder kurz in der Mikrowelle erwärmen. Butter mit Zucker cremig schlagen. Das Ei in einer anderen Schüssel sanft aufschlagen, dann unter die Butter und den Zucker unterheben und glatt rühren. Mehl und Kakao langsam hinzufügen und rühren, bis der Teig glänzend und noch leicht körnig ist. Teig zu einer Kugel formen, kurz kneten, mit Frischhaltefolie abdecken und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Teig nach dem Ruhen auf leicht bemehlter Fläche ausrollen. Tarte-Form (ø18-20cm) damit auslegen, Boden leicht einstechen. Für eine weitere halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 180 °C vorheizen. Tarte-Boden mit Backpapier abdecken, das Backpapier mit Keramikperlen oder trockenen Bohnen belegen. Für 8–10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Perlen bzw. Bohnen und Backpapier entfernen und für 5–6 Minuten im Ofen fertig backen. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit das Salzkaramell vorbereiten. Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. In einem ausreichend großen Topf den Zucker gleichmäßig verteilen und ohne Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis der Zucker karamellisiert. Achtung, nicht zu dunkel werden lassen! Keinesfalls rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Währenddessen die Sahne in einem anderen Topf erwärmen. Sobald der Zucker klümpchenfrei karamellisiert ist, die heiße Sahne langsam zugeben und dabei schnell einrühren. Bei niedriger Hitze unter stetigem Rühren 2–3 Minuten erwärmen. Von der Herdplatte nehmen und die weiche Butter vollständig unterrühren.

Karamell auf dem Tarte-Boden verteilen, so dass sich eine homogene Schicht bildet, dabei mindestens 1,5cm Platz für die Schokolade lassen. Für mindestens eine Stunde im Kühlschrank stehen lassen, bevor die Schokolade hinzugefügt wird.
Schokolade im Wasserbad schmelzen und vorsichtig auf die Tarte gießen. Schokolade am besten durch vorsichtiges Kippen verteilen, anstatt Löffel oder Spachtel zu verwenden, dann ist die Schicht schöner. Nach Geschmack mit Fleur de Sel verzieren. Vollständig abkühlen lassen.

Fotos gibt’s bei Instagram: Nach dem Glasieren, Innenansicht. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, die Schokolade mit etwas Butter zu schmelzen, damit sie besser fließt. Alternativ sollte Kouvertüre funktionieren.

Thymian sucht ein neues Zuhause

Auf Englisch bei Liron.

Thymian ist ein wunderschöner Europäisch-Kurzhaar-Kater, den wir im Juli aus dem Tierheim geholt haben. Er ist freundlich und verschmust, verträgt sich aber leider nicht mit Salbei, unserem anderen Kater. Alle Methoden und Wundermittel, ob Zylkène, Feliway, Trennung und Wiederzusammenführung, haben nichts genutzt. So sind beide Kater unglücklich und gestresst. Als einzige Katze wäre Thymian wahrscheinlich glücklicher.

Thymian ist zwischen 8 und 12 Jahre alt, kastriert, entwurmt, und gechippt. Seine Nieren funktionieren nicht mehr zu Hundert Prozent, weshalb er ein spezielles Futter benötigt, das es bei jedem Tierarzt oder sogar bei Amazon gibt. Damit wird er aber noch viele Jahre gesund und munter bleiben.

Wir suchen also einen geduldigen, großherzigen Katzenfreundin, dieder Thymian die nötige Pflege und dieder Aufmerksamkeit zukommen lassen kann, die er verdient. Wenn wir ihn nicht vermitteln können, müssen wir ihn zum Tierheim zurückbringen, und befürchten, dass sein Nierenproblem dort nicht optimal versorgt werden kann.

Daher suchen wir schnellstmöglich ein neues Zuhause für ihn. Neben den Papieren vom Tierheim Süderstraße können wir eine Katzentoilette sowie einen kleinen Vorrat an Nierenfutter mitgeben. Gerne könnt ihr Thymian in Hamburg in der Schanze treffen und kennenlernen – bitte kontaktiert dazu Liron unter liron@liron.de oder @lirontocker oder @moeffju auf Twitter.

A break-up letter

Dear Twitter,

We’ve grown apart. I really liked you in the beginning, but people change in seven years, and venture-capital funded, pivoting start-ups sure change a lot. We had some pretty good times – over sixty thousand tweets, some 8k followers, 32k favs given and 38k received.

It all started out so small and idyllic, just a few hundred people sharing their daily lives. We met in “real life” without the awkward smalltalk introductions – how’s the husband? the children? the dog? still listen to post-avantgarde black metal? – that kind. Twitter was the perpetual conversation, sometimes more intimate, sometimes less, and it brought up grand thoughts of the power of weak ties. A diverse group sharing the excitement of a new and previously unshaped medium. I made many friends and formed intimate bonds with people I had never even “really” met. It was the best of IRC and Usenet and MUDs combined, and it came with an open API to boot.

You are the reason for the first Twitter reading – and my going there –, which catapulted me to Twitter stardom in those early days (a thousand followers! corrected for inflation, that’s like a few million now!). We have been together through the fight against internet filtering and censorship in Germany (Zugangserschwerungsgesetz), which led me to AK Zensur, which in turn led me to Wikileaks, and also, some amazing people and parties. And my other fifteen minutes of fame, Wir sind Einzelfall, would hardly have been possible without you.

But you’ve grown, and you’ve changed. You’re not the shapeless medium I used to know. You show me advertisements for things I don’t care about as if you didn’t know me at all. You algorithmically select content to show me from people I don’t follow, which never works out well. You try to get me to engage with celebrities, brands, even governments. You have become a political actor in more ways than one.

As one of the primary means of communication for an entire generation worldwide, you need to do more to combat censorship. You absolutely need to step up your game regarding abuse and harassment. The amount of misogyny, homophobia, transphobia, racism, antisemitism, and all other kinds of -isms and hate is completely unacceptable, and that your only suggestion is “block and possibly report the offending users” is also unacceptable. It would be laughable if real people weren’t being harmed.

Instead of effecting social change, you are developing ever better ways to let privileged people enjoy their privileged lives, with better animations. You don’t seem to listen, you don’t seem to care, except about reach, eyeballs, money and other old economy shit. I cannot trust you, because both your technology and your morals are unstable and prone to breaking.

The Twitter I came to love is gone. Its last remnants are dispersed in the hidden corners of “dark twitter”, a network of protected accounts, but it is like talking through a barrier while wearing camouflage and a mask. Everything is tinny and muffled. And of course, your algorithms are still listening, and so is the NSA and probably every other spy agency.

The times, they have changed.

And so I move on.

Unfollowt, was euch kaputt macht.

@moeffju on Twitter

Note: Comments are disabled on this post. You can write an article on your own blog and send a pingback instead.

Male CEOs

Ein Bild ging durch Twitter, dieses nämlich:

Picture of 2014 Global Summit of Women Male CEO forum

Neulich,beim Weltfrauengipfel.

Twitter: @jensscholz (wo ich es gesehen habe, ursprünglich von @mapaquet)

Das wäre in seiner schieren Dreistigkeit allerdings unglaublich gewesen. Google Image Search bzw. TinEye und ein freundlicher Hinweis auf Twitter machten schnell klar, dass es nicht ganz so dreist ist wie gedacht:

Das Bild stammt vom „Male CEO forum“ auf dem „2014 Global Summit of Women“.

Ich hatte es dennoch retweetet, weil ich es lächerlich finde, dass „Male CEOs“ ein gesondertes Forum in diesem Kontext brauchen, wo sie doch schon etwa 95% aller Fortune-500-Unternehmen führen.

Vielleicht ist das die Nachricht, die um die Welt gehen sollte. Und die wird durch das Bild, vielleicht, immerhin approximiert.

Just marry the violence away

The Washington Post posted an article suggesting the solution to domestic abuse and sexualized violence was for women to – wait for it – marry more!

Washington Post changed their headline from 'Stop taking lovers and get married' to the slightly less offensive 'Married dads [are less violent]'

They try to back up their argument by quoting statistics about the incidence physical, emotional and sexual abuse in families with married biological parents versus other married, unmarried, and single parents w/ partners. Their conclusion, as made very obvious in the now-changed headline, was that in order to reduce the incidence of violence, women should just get married instead of having live-in boyfriends.

Even when they explicit state in the article that “For women, part of the story is about what social scientists call a “selection effect,” namely, women in healthy, safe relationships are more likely to select into marriage, and women in unhealthy, unsafe relationships often lack the power to demand marriage or the desire to marry.“ it does not make the authors pause for even a second before they continue with “But marriage also seems to cause men to behave better.” (At least they timidly acknowledge, en passant, that violence against women is predominantly a problem of MEN BEING VIOLENT.)

That’s because men tend to settle down after they marry, to be more attentive to the expectations of friends and kin, to be more faithful, and to be more committed to their partners—factors that minimize the risk of violence.

Looking at the first chart, it seems obvious that the strong correlation for child abuse is whether the child lives with the biological parents, especially father, or not. Only in the second chart – domestic abuse of their partners – is the case clear, not for marriage, but instead against single mothers. Unfortunately the data is not broken down further.

Finally, despite one of the authors being a sociologist, the article culminates in this gem of ignoring the context of the reality of living:

What’s more: women who are married are more likely to live in safer neighborhoods, to have a partner who is watching out for their physical safety, and—for obvious reasons—to spend less time in settings that increase their risk of rape, robbery, and assaults.

Selection bias, ick hör’ dir trapsen.

Keybase

Keybase ist ein neues Projekt von Max Krohn und Chris Coyne (die vorher u.a. OKcupid gegründet haben). Es will ein besseres Verzeichnis öffentlicher Schlüssel sein.

Eines der Probleme an sicherer Verschlüsselung im Moment ist, dass die meisten Verfahren asymmetrisch sind. Jeder Nutzer hat also einen geheimen und einen öffentlichen Schlüssel, und um eine Nachricht zu verschlüsseln, brauche ich meinen geheimen Schlüssel sowie den öffentlichen Schlüssel der Empfänger. Damit entsteht aber auch die Problematik, dass ich irgendwie an den richtigen Schlüssel kommen muss, bevor ich einen sicheren Kommunikationskanal mit dem Empfänger aufgebaut habe, denn sonst könnte mir jemand einen falschen Schlüssel unterjubeln und meine Kommunikation abfangen.

Bei OpenPGP/GPG versucht man, das Problem durch das sogenannte „Web of Trust“ zu lösen: Man kann anderer Leute Schlüssel mit einem Vertrauensmarker signieren und so angeben, wie sicher man ist, dass der Schlüssel zur Identität passt. Das reicht von „keine Ahnung, nicht geprüft“ zu „ich habe den Schlüssel von der Person direkt bekommen und seine Identität geprüft“. So baut sich ein Vertrauensnetzwerk auf, wenn ich A vertraue, der wiederum B geprüft hat, und die wiederum C kennt. Nichts hindert jemanden daran, massenhaft Schlüssel unter falschen Identitäten zu erzeugen und zu verteilen, es ist aber unwahrscheinlich, dass diese vertrauenswürdige Signaturen bekommen. (Interessant wäre allerdings mal, ein komplett eigenes Web of Trust mit tausenden falscher Identitäten anzulegen, die sich gegenseitig plausibel vertrauen.)

Keybase will dieses Problem nun lösen, indem sie Identitäten bei Dritten wie z.B. Twitter oder Github kryptografisch bestätigen lassen: Ich als Besitzer meines geheimen Schlüssels signiere ein kurzes Codewort, dessen Integrität Keybase mit meinem öffentlichen Schlüssel prüfen kann. Damit kann ich mathematisch sicher beweisen, dass ich z.B. den Twitter-Account @moeffju kontrolliere und dieser Account zu dem angegebenen öffentlichen Schlüssel gehört. Twitter wird somit quasi als Web of Trust verwendet.

Bei Keybase, das noch in der Alpha ist, will man noch weiter gehen: Nicht nur der öffentliche Schlüssel wird zugeordnet und Identitäten bestätigt, man kann auch den geheimen Schlüssel verschlüsselt zu Keybase hochladen und dann im Browser Nachrichten signieren und verschlüsseln. Ich rate davon ab, das mit dem eigenen Hauptschlüssel zu machen – Verschlüsselung im Browser kann zwar sicher sein, aber nicht vertrauenswürdig. Keybase muss nur anderes JavaScript ausliefern und schon kann es potenziell auf den geheimen Schlüssel zugreifen. Mit einem Unterschlüssel kann man es eventuell machen, sollte sich aber der Risiken bewusst sein. Sicherer ist es, den Kommandozeilenclient auf dem lokalen Computer zu verwenden und seinen geheimen Schlüssel gut geschützt aufzubewahren.

Wer Keybase ausprobieren möchte: Ich habe drei Invites, die ich an kryptografisch versierte Benutzerinnen verteilen möchte. Schreibt mir kurz, welche Erfahrungen ihr mit Verschlüsselung bisher gemacht habt und wieso euch Keybase interessiert. Bonuspunkte, wenn ihr eure Nachrichten mit eurem PGP-Key signiert (und eure Key-ID angebt).

HOWTO: Bahnverkehr – Teil 2

2. Welchen Zug nehme ich? Wo sitze ich?

Die Bahn unterscheidet verschiedene Zugklassen: Die Hochgeschwindigkeitszüge InterCity Express (ICE), die überregionalen InterCity (IC) und EuroCity (EC), und Regionalzüge (RegionalBahn, RegionalExpress, etc.). Ein Ticket für die höchste Zugklasse gilt dabei auch für andere Zugklassen, aber nicht umgekehrt – mit einem ICE-Ticket kann man also auch EC fahren, aber mit einem EC-Ticket im ICE muss man einen Zuschlag bezahlen. Außerdem sind manche Fahrkarten an bestimmte Züge oder Zugklassen gebunden, z.B. alle Sparpreise (BahnCard 25 & Co.) sowie das Quer-durchs-Land-Ticket und regionale Sonderangebote. Wer Geld sparen will, muss dafür also Zeit in die Vorbereitung und Planung der Reise investieren. Wer es einfach haben will, kauft Tickets zum Normalpreis (der auch durch bswp. eine BahnCard 50 ermäßigt sein kann) und fährt, wann sie will.

Achtung! Manche Züge sind reservierungspflichtig. Selbst wenn sie bereits eine gültige Fahrkarte haben, müssen sie für diesen Zug eine Reservierung kaufen. Das betrifft zum Beispiel die ICE-Sprinter genannten Verbindungen zwischen Hamburg und Frankfurt/Main. In Fahrplänen sind diese Züge mit einem eingekreisten R-Symbol gekennzeichnet.

Glücklich ist sowieso, wer reserviert hat. Für mittlerweile 4,50€ bekommt man einen garantierten Platz und erfährt genau, wo man im Zug hin muss. Generell gilt: Wenn Sie damit leben können, während der gesamten Zugfahrt zu stehen, brauchen sie nicht zu reservieren. Ansonsten empfiehlt es sich, das Geld zu investieren und dafür Peace of Mind zu bekommen. Wenn Sie nicht reserviert haben und von einem Reservierungsinhaber aufgefordert werden, den Platz freizugeben, akzeptieren Sie das. Sich dann lautstark zu echauffieren ist nervig, nutzlos, und wirkt auf die Umstehenden eher albern. Will man aber partout nicht noch das Geld für die Reservierung ausgeben, hier ein paar Tipps, wie man Drama wenigstens vermeiden kann:

Eine gute Idee ist es, früh in den Zug einzusteigen, möglichst schon vor dem Hauptbahnhof. Dann ist der Zug entweder noch nicht so voll, und man findet einen Platz, oder man ist schon im Zug, wenn am Hauptbahnhof alle aussteigen. Die verschiedenen Sitzplätze sind im ICE mit kleinen Bildschirmen über dem Sitz oder in anderen Zügen mit Aufklebern oder Schildern am Fenster oder der Gepäckablage markiert. Zum Thema Sitzplätze im ICE habe ich schon einen ausführlicheren Artikel verfasst, bei anderen Zügen ist es schwierig, sinnvoll zu agieren, weil die Anzeigen meist nicht aktuell sind. Als Faustregel gilt aber: Wenn über dem Sitzplatz eine Anzeige oder ein Zettel in der Form „HAMBURG–BERLIN“ hängt, zeigt das an, dass der Platz reserviert ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Reservierung auch genutzt werden wird, erhöht die Wahrscheinlichkeit aber beträchtlich. Übrigens: Liegt der Startbahnhof der Reservierung schon mehr als 15 Minuten zurück, verfällt die Reservierung und der Platz ist frei.

Außerdem gibt es für Vielfahrer in den meisten Zügen gesonderte „Comfort“-Bereiche mit Plätzen, die automatisch für diese reserviert sind. Diese Plätze dürfen Sie auch ohne bahn.comfort-Status nutzen, sollten sie dann aber ehrlicherweise auch freigeben, wenn ein Vielfahrer darum bittet und seine BahnCard mit dem Zusatz „bahn.comfort“ vorzeigt. Das gleiche gilt für Plätze wie das Kinder- oder Schwerbehindertenabteil.

HOWTO: Bahnverkehr – Teil 1

Der Bahnverkehr und insbesondere Bahnhöfe können, gerade für Anfänger, schwer zu benutzen sein. Es gilt, eine neue Welt von Terminologie und Beschilderung, Ikonographie und Abläufen zu verstehen. Häufig geht das aus verschiedenen Gründen schief, und viele geben dann entmutigt auf – das kann doch niemand verstehen, der nicht viermal täglich durch halb Deutschland fährt! Zeit für ein HOWTO.

1. Wann und wo will ich abfahren?

Es gibt Tage und Uhrzeiten, an denen eine Reservierung quasi ein Muss ist, zum Beispiel zu den Stoßzeiten des Berufsverkehrs, am Freitag Abend sowie vor, nach und an Feiertagen. Wenn sie nicht reservieren möchten, sollten sie versuchen, ob sie nicht zu einem anderen Zeitpunkt fahren können. Anders gesagt: Wenn sie nicht reservieren und zu einer Stoßzeit fahren, müssen sie eben eventuell vier Stunden in einem schaukelnden Zug stehen.

In vielen größeren Städten gibt es mehrere Bahnhöfe. Steigt man vor dem Hauptbahnhof ein, sind die Chancen auf einen freien Sitzplatz höher. Man muss aber darauf achten, dass die Züge auch wirklich den gewünschten Bahnhof bedienen, sonst steht man dumm da. Am einfachsten geht das über bahn.de, man kann aber auch im Reisezentrum oder in den gedruckten Plänen nachsehen.

Im nächsten Teil: Züge!